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Gruppenarbeit und Coronaschutz

Seit Beginn der Coronapandemie ist ein brennendes Thema für uns als Berater*innen, wann und wie wir unsere Gruppenangebote wieder aufnehmen können. Sexualisierte Gewalt findet im Verborgenen statt und wenn es Zeugen gibt, dann sind diese meist nicht auf der Seite der Betroffenen. Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene nehmen aus solchen Situationen häufig das Selbstbild mit, was Täter*innen ihnen als wahr dargestellt haben. Sie haben oft lange nicht die Möglichkeit, dieses Bild und ihre eigene Wahrnehmung zu korrigieren.

Hinzu kommt, dass eine zentrale Strategie von Täter*innen – vor allem Kindern gegenüber - die Isolation der Betroffenen ist.
Das Angebot der Beratungsstelle umfasst deshalb auch (therapeutische) Gruppen, die mit verschiedenen Schwerpunkten die Möglichkeit bieten, gemeinsam mit anderen Betroffenen aktuell belastende Folgen zu bearbeiten und sich gegenseitig zu unterstützen. Wie schwer es ist, soziale Isolation auszuhalten, haben wir alle seit Beginn der Coronapandemie erleben müssen. Für Betroffene ist sie eine weit größere Herausforderung, die wir zwar mittragen, aber nicht aufheben können, da der Coronaschutz keinen Spielraum lassen kann für persönliche Begegnungen in einer Gruppe.

Einzelberatung bieten wir persönlich und fachlich flexibel auf unterschiedlichen Ebenen an: hier in der Beratungsstelle, per Video oder telefonisch. Gruppenarbeit als Online-Angebot erlaubt dagegen keine fachlich verantwortliche inhaltliche Arbeit an belastenden Fragestellungen.

Alle Ratsuchenden, denen ein solches Angebot helfen könnte, sind uns sehr präsent. Mit den Interessent*innen, die sich bereits bei uns gemeldet haben oder melden, nehmen wir regelmäßig persönlichen Kontakt auf, um dies deutlich zu machen. Und natürlich starten wir mit den Gruppen wieder, sobald ein Arbeiten sicher und stabil gewährleistet werden kann.

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